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Übersetzungen, soweit nicht anders vermerkt: Sabine Isbanner, Kogruppe
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Aktueller Artikel aus dem Bündnis für die Beendigung der israelischen Besatzung:
Das Ende des Jahres 2016 wurde markiert durch zwei politisch bedeutende Ereignisse: Die Resolution des UN-Sicherheitsrates zum sofortigen Stopp der israelischen Siedlungen und die Rede des scheidenden US-Außenministers John Kerry. Es lohnt, sich diese Rede in voller Länge anzuhören; mit so deutlichen Worten hat noch keine US-Administration die reale Situation der Siedlungs- und Besatzungsrealität benannt.
Doch was hat es genau mit den Siedlungen auf sich? Die Israelis beanspruchen ein Recht auf ihr „angestammtes biblisches Land Judäa und Samaria“ (Zitat Netanjahu), während die UNO, die IV. Genfer Konvention und sogar ein Gutachten des Internationalen Gerichtshofs in Den Haag vom „völkerrechtswidrigen Siedlungsprojekt“ spricht.
Wir haben Ihnen hier einige Zahlen, Fakten und Landkarten zusammen getragen und die Geschichte des Siedlungsbaus kurz skizziert. Unsere Quellen sind Daten der UN-Organisation OCHA oPt (Office for the Coordination of Humanitarian Affairs in the Occupied Palestinian Territories), der israelischen Menschenrechtsorganisation B’tselem, der Palästinensischen Akademischen Gesellschaft PASSIA, des israelischen Statistikamt CBS und andere.
Quelle und vollständiger Artikel s. Bündnis für die Beendigung der israelischen Besatzung

3.8.2016: Bericht von der israelischen Menschenrechtsorganistion B'tselem:
Israeli Border Police fire black sponge round at chest of 10-year-old boy in a-Ram, killing him

On Tuesday, 19 July 2016, at around 6:00 P.M., Muhyi a-Din a-Tabakhi. Photo courtesy of the family. 10-year-old Muhyi a-Din Muhammad Sudqi Sadeq a-Tabakhi was critically injured by a black sponge round fired by Israeli Border Police officers in the town of a-Ram, al-Quds District. The Palestinian boy, who lives in a-Ram, died shortly afterwards in hospital. B’Tselem’s field research found that at the time of the incident, a small group of Palestinian youths were throwing stones at Border Police jeeps patrolling the area. The police officers fired tear gas and black sponge rounds at them, both considered crowd control measures.
Weiterlesen hier: Israeli Border Police fire black sponge round at chest of 10-year-old boy in a-Ram, killing him

12.7.2016: Israel: Kritik unerwünscht.Transparenz als Scheinargument - Bericht von medico international
Die israelische Regierung hat ein sogenanntes NGO-Gesetz verabschiedet. Ein weiterer Schritt in Richtung Ent-Demokratisierung
Eigentlich betrifft das „NGO-Gesetz“ auch nicht NGOs, sondern lediglich 27 Organisationen, die fast alle dem linken politischen Spektrum zuzuordnen sind und sich mit Menschenrechten, der Besatzungs-, Flüchtlings- oder Sozialpolitik beschäftigen – darunter auch die medico-Partner Breaking the Silence, Physicians for Human Rights – Israel und Who Profits.
Der ganze Bericht ist hier einsehbar: Israel: Kritik unerwünscht. Siehe auch: „Nichtliberale Demokratie“: Eine Reise durch die politische Landschaft Israels
Darunter fällt auch Amnesty International. AI Israel ist eine von 22 Menschenrechtsorganisationen, die sich in einem Brief an Präsident Rivlin gewandt haben, um gegen die Einschränkungen der NGOs sowie gegen andere undemokratische Entwicklungen zu protestieren,
siehe: Dear Mr. President: From 22 Human Rights Organizations

17.04.2016: My own private Gaza #3 - Videobericht von der israelischen Menschenrechtsorganisation B'Tselem: My own private Gaza #3
What do you do when there’s no electricity? Gaza residents try to overcome the extreme power shortages through enterprise, innovation and ingenuity. The video blog by Khaled al-‘Azayzeh, one of our field researchers in the Gaza Strip, offers a glimpse of what life is like in Gaza.
Later today, we’ll be screening a few more brief films at the Tel Aviv Cinematheque and hosting a Skype call with Khaled.
For tickets to the event go to http://www.cinema.co.il/movies/movie.aspx?movieId=14105
Hier der Link zum Video: My own private Gaza #3. Siehe auch: AI - Facebook: Israel und besetzte pal. Gebiete

Jerusalem, 2. Februar 2016: Stellungnahme des Koordinators für Humanitäre Hilfe und Entwicklungshilfe der Vereinten Nationen, Robert Piper, zu Israels fortgeführter Praxis der Administrativhaft
“Ich bin tief besorgt über die fortgeführte Praxis der Administrativhaft in israelischen Gefängnissen und Haftzentren. Besonders alarmiert bin ich durch die rapide Verschlechterung des Gesundheitszustands des palästinensischen Administrativhäftlings Mohammed Al-Qiq, der sich aus Protest gegen die willkürliche Natur seiner Inhaftierung und Misshandlung im Hungerstreik befindet.
Übersetzung Sabine Isbanner. Verbindlich ist das englische Original: Statement by the United Nations Coordinator for Humanitarian Assistance and Development Aid

21.01.2016: Auswärtiges Amt zur Verstaatlichung von Land im Westjordanland durch Israel
Zur Verstaatlichung von Land in der Nähe von Jericho durch Israel erklärte ein Sprecher des Auswärtigen Amts heute (21.01.) in Berlin:

"Die Bundesregierung bedauert den Beschluss der israelischen Regierung, hunderte Hektar Land in der Nähe von Jericho in den Palästinensischen Gebieten zu Staatsland zu erklären. Dies stellt die größte derartige Maßnahme seit eineinhalb Jahren dar. Es ist zu befürchten, dass mit diesem Schritt die Voraussetzung für die Ausweitung von Siedlungen gelegt wird. Dies steht im Widerspruch zum Geist der Zwei-Staaten-Lösung und zu dem erklärten Bekenntnis des israelischen Premierministers dazu.
Der Standpunkt der Bundesregierung ist hinlänglich bekannt: Der Siedlungsbau in den besetzten Gebieten verstößt gegen Völkerrecht. Siedlungen behindern den Fortgang des Friedensprozesses zusätzlich und gefährden die Grundlagen der Zwei-Staaten-Lösung.
Die EU-Außenminister haben beim Rat am Montag den wahllosen Terror gegen Zivilisten der letzten Monate einhellig verurteilt und die politischen Verantwortungsträger auf beiden Seiten aufgerufen, mit gemeinsamen Schritten auf eine Beruhigung und einen Abbau der Spannungen hinzuwirken."
Quelle: Auswärtiges Amt

Nach den Daten der israelischen Gefängnisverwaltung (IPS / Israel Prison Service) befanden sich Ende November 2015 genau 527 Palästinenser, darunter eine Frau und fünf Minderjährige, in Einrichtungen der IPS unter Administrativhaft.

Nach 69 Tagen des Hungerstreiks ist Herr al-Qiq in einem kritischen Gesundheitszustand, und seine Ärzte haben ihn über die Möglichkeit bleibender Schäden informiert. Ich betone erneut, die seit langem bestehende Haltung der Vereinten Nationen, dass alle Administrativhäftlinge – palästinensische wie israelische – unter Anklage gestellt oder unverzüglich freigelassen werden sollten. Außerdem müssen alle Misshandlungsvorwürfe unabhängig und sofort untersucht werden.“

Ten Years Later - Wie ist die Lage im Gazastreifen 10 Jahre nach dem Rückzug Israels aus dem Gebiet?
On September 11, 2005, the last Israeli soldier ostensibly left the Gaza Strip. Israel’s policy ever since has condemned Gaza’s residents to a life full of uncertainty and peril, devoid of hope. It seems that many in Israel realize the mistakes that have been made. The situation can and must be rectified immediately.
Vollst. Bericht s. Ten Years Later

31.07.2015: Auswärtiges Amt verurteilt Brandanschlag gegen palästinensische Familien
Zu dem Brandanschlag auf Wohnhäuser im Westjordanland, bei denen in der Nacht ein Kind ums Leben gekommen ist, erklärte eine Sprecherin des Auswärtigen Amts heute (31.07.) in Berlin:
"Die Bundesregierung verurteilt diesen unmenschlichen Terrorakt in aller Schärfe. Die Brutalität, mit der die Familien in ihren Wohnhäusern mit Brandsätzen angegriffen wurden, ist schockierend.
Wir trauern mit den Familien um den Tod des kleinen Kindes. Wir begrüßen es, dass die israelische Regierung diese Tat mit unmissverständlichen Worten verurteilt hat und der Verfolgung der Täter höchste Priorität einräumt."
Quelle: Auswärtiges Amt

Bericht von Riad Othmann, medico international:
22. Juli 2015: Atempause für Susya - Kein Abriss bis Dienstag
Die israelische Ziviladministration wird vorerst keine Schritte gegen die Gemeinde in den südlichen Hebronbergen unternehmen.
Selten war ich so erleichtert darüber, meine Planung über den Haufen werfen zu müssen. Der Plan für heute war eigentlich, mittags aufzubrechen, mir in Jerusalem noch einen Schlafsack zu kaufen und dann einen israelischen Aktivisten aufzunehmen, der mit mir im Auto nach Susya fahren wollte, um dort über Nacht die Schutzpräsenz gegen die angekündigten Abrisse durch die Besatzungsbehörden zu unterstützen.
Weiterlesen hier: Atempause für Susya

Presumed Guilty: Remand in Custody by Military Courts in the West Bank - Summary, June 2015
To all intents and purposes, the Israeli military court appears to be a court like any other. There are prosecutors and defense attorneys. There are rules of procedure, laws and regulations. There are judges who hand down rulings and verdicts couched in reasoned legal language. Nonetheless, this facade of propriety masks one of the most injurious apparatuses of the occupation.
Weiterlesen: Presumed Guilty: Remand in Custody by Military Courts in the West Bank

Ramallah, 16.4.2015: Defense for Children International Palestine zur Operation Operation Protective Edge: A war waged on Gaza's children, detailing the high price paid by children during Israel’s assault on Gaza last summer.:
Operation Protective Edge, which lasted 50 days between July 8 and August 26, claimed the lives of 2,220 Palestinians, including at least 1,492 civilians, according to the United Nations Office for the Coordination of Humanitarian Affairs (OCHA). DCIP independently verified the deaths of 547 Palestinian children among the killed in Gaza, 535 of them as a direct result of Israeli attacks. Nearly 68 percent of the children killed by Israeli forces were 12 years old or younger.
Five Israeli civilians, including a child, and 67 Israeli soldiers also lost their lives.
Fortsetzung hier: Operation Protective Edge: A war waged on Gaza's children

Human Rights Watch 13. April 2015: Settlement Agriculture Harms Palestinian Children:
(Jerusalem) – Israeli settlement farms in the West Bank are using Palestinian child labor to grow, harvest, and pack agricultural produce, much of it for export, Human Rights Watch said in a report released today. The farms pay the children low wages and subject them to dangerous working conditions in violation of international standards.
The 74-page report, “Ripe for Abuse: Palestinian Child Labor in Israeli Agricultural Settlements in the West Bank,” documents that children as young as 11 work on some settlement farms, often in high temperatures. The children carry heavy loads, are exposed to hazardous pesticides, and in some cases have to pay themselves for medical treatment for work-related injuries or illness.
Vollständiger Bericht hier: Israel: Settlement Agriculture Harms Palestinian Children

Im Stich gelassen - NGO-Bericht über Gaza. Bericht von medico international 13. April 2015:
Kein einziges der während der israelischen Militäroperation zerstörten Wohnhäuser wurde wieder aufgebaut. medico und andere NGOs sagen: Die internationalen Geber haben ihr Versprechen gebrochen.
Die Weltgemeinschaft hat ihr Versprechen gebrochen, für den Wiederaufbau des Gaza-Streifens zu sorgen, der durch den letztjährigen bewaffneten Konflikt zerstört wurde. Internationale Geberstaaten hatten im Oktober vergangenen Jahres bei einer Konferenz in Kairo 3,5 Milliarden US-Dollar für Hilfsmaßnahmen in Aussicht gestellt.
Vollständiger Artikel: Im Stich gelassen

Pressemitteilung von medico international vom 21.1.2015:
Gaza-Krieg 2014: Es gab keine sicheren Orte
Unabhängiger Untersuchungsbericht von israelischem medico-Partner "Ärzte für Menschenrechte" veröffentlicht

Der heute von der israelischen medico-Partnerorganisation "Ärzte für Menschenrechte" (PHR-IL) vorgestellte Bericht „No Safe Place“ erhärtet den Verdacht, dass zahlreiche Verstöße gegen das humanitäre Völkerrecht zu hohen Opferzahlen unter der Zivilbevölkerung während des Gaza-Krieges im Sommer 2014 geführt haben.
Laut PHR-IL zeigt der Bericht „die Diskrepanz zwischen den Verlautbarungen des Militärs Menschenleben zu schonen und dem Vorgehen während der Kämpfe, welches zu tausenden Verletzen und Toten führte, da es keinen sicheren Zufluchtsort für die Bewohner des Gazastreifens gab.“
Der Bericht wurde, in Zusammenarbeit mit Menschenrechtsorganisationen aus Israel und dem Gazastreifen, von acht Gesundheitsexperten verfasst. Es ist die einzige internationale, unabhängige Untersuchungsgruppe, denen die israelischen Behörden die Einreise in den Gazastreifen während des Krieges erlaubten, um medizinische und gesundheitsbezogene Informationen zu sammeln.
Forts. mit Bericht zum Downloaden hier: Gaza-Krieg 2014: Es gab keine sicheren Orte

pax christi ruft dazu auf: Keine Waffen nach Nahost!
Online-Petition zum Waffenhandel gestartet.
Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel hat eine restriktivere Rüstungsexportpolitik versprochen. Dennoch genehmigt er weiterhin Waffenexporte in Krisenregionen. Mehrere Friedensorganisationen - darunter IPPNW und pax christi haben zum Internationalen Tag der Solidarität mit dem palästinensischen Volk eine Online-Petition zum Waffenhandel mit allen Ländern des Nahen Ostens gestartet. Darin wird die Bundesregierung aufgefordert, den Handel mit Waffen, Rüstungsgütern und „Dual-Use“-Produkten mit allen Ländern des Nahen Ostens einzustellen, die am israelisch-palästinensischen Konflikt direkt beteiligt sind. Dies gelte auch für Rüstungslieferungen, die für die Empfänger unentgeltlich sind oder anders kompensiert werden. Ebenso müsse die Zusammenarbeit mit den Streitkräften dieser Staaten beendet werden, etwa zum Zweck der Ausbildung im Häuser- und Tunnel-Kampf.
Vollständiger Text von pax christi: Keine Waffen nach Nahost!
Hier die sich anschließende Petition von pax christi und den Internationalen Ärzten für die Verhütung des Atomkriegs IPPNW vom 28.11.2014:
Keine Waffen nach Nahost!
Wir Bürgerinnen und Bürger protestieren gegen die militärische Zusammenarbeit der Bundesregierung mit den Ländern des Nahen Ostens. Wir sind in Sorge um die Sicherheit der Menschen in Palästina, Israel, Ägypten, Libanon, Syrien und Jordanien. Waffenlieferungen und militärische Zusammenarbeit ermöglichen Besatzung und Krieg und stehen einer gerechten Friedenslösung im Wege.
Vollst. Text des Appells mit der Möglichkeit, diesen mit seiner Unterschrift zu unterstützen: Keine Waffen nach Nahost!

medico international - Medizinische Nothilfe in Gaza:
13.8.2014: Die Menschen in Gaza benötigen nach wie vor Hilfe. Zwar schweigen momentan die Waffen, doch die Menschen im Gazastreifen stehen vor einem Scherbenhaufen. Tausende Verletzte müssen nachbehandelt werden, zahllose Menschen leben in Notunterkünften.
Der israelische medico-Partner Ärzte für Menschenrechte hat bereits mit Spendengeldern von medico Lastwagen mit Medikamenten in den Gazastreifen geschickt, weitere sollen folgen: Denn es fehlen nicht nur Nothilfemedikamente zur Behandlung der Verletzten, sondern auch für andere Patienten. Vor allem chronisch Kranke sind gefährdet: Ohne notwendige Medikamente ist ihre Gesundheit und in vielen Fällen ihr Leben in Gefahr.
Spendenaufruf für Medikamente, medizinische Versorgung - und Menschenrechtsarbeit: Nothilfe für den Gazastreifen

Export der Besatzung - ein Essay von Jeff Halper (Jerusalem) zum „Nahostkonflikt“
und: Was Überlingen und der Bodenseeraum damit zu tun haben könnten?: Halper_Esport_der_Besatzung.pdf
Inhalt der PDF-Datei: Jeff Halper - Ein Israeli in Palästina: Widerstand gegen die Vertreibung und Enteignung, S-7
Eduardo Galeano - GAZA S. 8 - 9
Uri Shani, 20.07.2014 Ein Hilferuf aus Israel, s. 10-11

Bericht des Palästinakomitees Stuttgart: Solidarität mit den palästinensischen Gefangenen: Hungerstreik.pdf.
Solidarität mit dem Widerstand der PalästinenserInnen gegenApartheid und ethnische Säuberung
Mit einem Hungerstreik protestierten Häftlinge zwei Monate lang gegen die Praxis des Staats Israel, Palästinenser ohne Anklage und ohne Gerichtsprozess auf unbegrenzte Zeit in sogenannter „Administrativhaft“ einzusperren.S. Hungerstreik.pdf.

Stellungnahme zur Berichterstattung über die Geiselnahme der israelischen Jugendlichen
22.06.2014: Wir, Mitglieder der Jüdischen Stimme für gerechten Frieden in Nahost – in Deutschland lebende Juden oder Personen jüdischer Abstammung – bedauern zutiefst, dass die deutsche Presse bei ihren Berichten über die Geiselnahme von drei jungen Israelis am 12. Juni nahe Hebron den Kontext weitgehend außer Acht lässt.
Vollst. Artikel s. Jüdische Stimme für gerechten Frieden in Nahost e. V.

Kein Friede den Hütten. Israels Politik der Verdrängung geht unbeirrt weiter
Israels Regierung spricht über Frieden, tut jedoch alles, um das Leben der einfachen palästinensischen Bäuerinnen und Bauern im Jordantal zur Hölle zu machen. Angesichts der Schikanen gibt sich sogar das Rote Kreuz geschlagen. Es ist Zeit umzudenken: Menschen-, Bürger- und Völkerrecht für alle! Jetzt.
Hier der vollständige Bericht von medico international: Kein Friede den Hütten

Faktensammlung von medico international: Was sind die C-Gebiete?

Human Rights Watch: Israel/Palestine: Growing Abuse in West Bank - Killings, Unlawful Home Demolitions of Palestinians Increase
January 21, 2014
(Jerusalem) – Human rights abuses by Israel and by Palestinian security forces in the West Bank grew during 2013, Human Rights Watch said today in its
World Report 2014
Israeli forces killed more Palestinian civilians in the West Bank and demolished more Palestinian homes than in 2012. Israel continued to build settlements in the West Bank, violating international law. Palestinian security forces in both the West Bank and Gaza enjoyed virtual impunity from criminal prosecution despite credible allegations of torture. In Gaza, Israel and Egypt impeded rebuilding of the devastated economy by blocking virtually all exports. Israeli and Palestinian security services in the West Bank and Gaza arrested people arbitrarily and unlawfully restricted people from protesting.
Vollst. Bericht: Israel/Palestine: Growing Abuse in West Bank

ReliefWeb-Bericht 19.1.2014: So nah und doch so fern: Die Folgen der von Israel verhängten Abriegelung des Gazastreifens auf die Familienrechte von Palästinensern - Gemeinsamer Bericht von Hamoked und B'Tselem
Nach der Besatzung im Jahr 1967 ermöglichte Israel den Palästinensern, sich relativ frei zwischen der Westbank, dem Gazastreifen und Israel zu bewegen. Einwohner der Westbank und des Gazastreifens, die israelische Staatsbürger oder auch nur Einwohner Israels waren, wie etwa die Palästinenser, die mit israelischem Ausweis in Ostjerusalem leben, konnten bei einer Heirat über das Familienzusammenführungsverfahren einen dauerhaften Aufenthaltsstatus für Israel erhalten. Diese Politik erleichterte den Erhalt und die Erneuerung familiärer Bindungen und die Schaffung neuer Verbindungen durch Heirat, Arbeit und so fort.Doch als gegen Ende des Jahres 1987 die erste Intifada ihren Anfang nahm, begann Israel, die Bewegungsfreiheit der Palästinenser aus der Westbank und aus dem Gazastreifen mit Einschränkungen zu behaften.
Vollständiger Artikel: So_nah_und_doch_so_fern.pdf. Verbindlich ist das englische Original: So near and yet so far:

ReiefWeb-Bericht 14.1.2014: Eine frische Lösung für Gazas Wasserkrise
Die begrenzte Verfügbarkeit von Wasser im Gazastreifen war für viele Einwohner lange ein Synonym für hohe Preise und schlechte Wasserqualität. Durch die Einführung von neuen Entsalzungsanlagen konnte die Lage jedoch teilweise dramatisch verbessert werden. Vollständiger Artikel: Loesung_Gaza.pdf.
Verbindlich ist das englische Original: A fresh solution to Gaza's water crisis

UNRWA verurteilt Hausabrisse in der Westbank an Heiligabend und fordert Israel zur Achtung der Internationalen Völkerrechte auf.
Ostjerusalem: Die UNRWA verurteilt die jüngsten Hausabrisse in der Westbank, durch die 68 Personen obdachlos gemacht und vertrieben wurden und von denen der letzte am Heiligabend stattgefunden hat. Die Mehrzahl der vertriebenen Personen, nämlich 46, sind palästinensische Flüchtlinge und fast die Hälfte der Vertriebenen sind Kinder (32 von ihnen). Unter den Kindern ist auch ein fünfjähriges Mädchen, das von der Hüfte an abwärts gelähmt ist. Die Hausabrisse fanden in Ein Ayoub in der Nähe von Ramallah und in Fasayil al-Wusta bei Jericho im Jordantal statt, wobei in Ein Ayoub 61 und in Fasayil al-Wusta 7 Personen – allesamt Flüchtlinge – vertrieben wurden.
Vollst. Bericht: ReliefWeb_Bericht_26.12.2013.pdf

Israel schickt Migranten in neue "offene" Haftzentren
TEL AVIV, 25. Dezember 2013 (IRIN) - Hunderte afrikanische Migranten und Menschenrechts­aktivist/innen marschierten am 21. Dezember 2013 durch die Straßen von Tel Aviv, um gegen die Politik der israelischen Regierung zu protestieren, irreguläre Migranten, von denen die Mehrzahl Asylsuchende aus Eritrea und aus dem Sudan sind, in Haft zu nehmen.
Vollst. Bericht: Migranten_ReliefWeb_Bericht_25.12.2013.pdf

Israel opens dam, flooding Gaza Strip with rainwater - Dec 16, 2013, Middle East Monitor: Israel opens dam, flooding Gaza Strip with rainwater
Siehe auch den Bericht von OCHA in Zusammenarbeit mit humanitären Partnern: Winter Storm
Einen Bericht in deutscher Sprache gibt es bei Indymedia: Flut und Verwuestungen in Gaza

Auf sich allein gestellt. Kurzbericht zur Lage im Gazastreifen
Der Aufschwung durch den Arabischen Frühling und der letztjährige Konflikt mit der israelischen Armee sind im Ga-zastreifen fast vergessen. Heute ist die islamistische Hamas und mit ihr die Bevölkerung in Gaza so isoliert wie nie zuvor. Hier der vollst. Bericht von Dr. Hans Maria Heyn und Jörg Knocha von der Konrad-Adenauer-Stiftung vom 27. November 2013: Kurzbericht_Gazastreifen.pdf

Neuer Bericht von medico international
Während die israelische Regierung vorgibt, die Friedensgespräche mit den Palästinensern ernsthaft zu betreiben, sprechen die Realitäten vor Ort eine deutlich andere Sprache. Seit der Wiederaufnahme der Friedensgespräche im Juli 2013 zerstörte die israelische Besatzungsadministration 207 palästinensische Häuser und andere zivile Infrastruktur in der besetzten Westbank. Damit wurden 311 Menschen obdachlos, mehr als die Hälfte von ihnen Kinder. Damit verloren 67% mehr Menschen ihr Obdach als im vergleichbaren Zeitraum 2012.
Hier der vollst. Bericht von medico international: Trotz – oder wegen - Verhandlungen.

Bericht von Gisha: 8.-14.11.2013 Kein_Kuchen_in_Gaza.pdf. Übersetzung Sabine Isbanner, Kogruppe. Hier das englische Original: No cake in Gaza

FrauenWegeNahost haben Auszüge aus den überwiegend englischsprachigen Berichten, Aussagen und Interviews ausgewählt und ins Deutsche übertragen. Das Ergebnis dieser Arbeit ist eine 72 Seiten umfassenden Broschüre: „Palästinensische Minderjährige in den Fängen der Militärjustiz“. Siehe auch Einladung zur Buchvorstellung am 14.10.2013, hier abrufbar: Frauenwege_Nahost.pdf

FrauenWegeNahost schreiben dazu:
„Wir sind der Ansicht, dass die Tatsachen, von denen hier die Rede ist, hierzulande viel zu wenig bekannt sind. Die erwähnten Berichte sind in administrativen Schubladen verschwunden. Derweil gehen die gravierenden Verstöße der israelischen Besatzungsmacht gegen Völkerrecht und Menschenrechte weiter. Tag für Tag.
Sie müssen dringend öffentlich gemacht werden. Nur politischer und gesellschaftlicher Druck auch aus Deutschland werden Staat und Gesellschaft in Israel dazu bewegen, diese Praxis zu ändern, die eine direkte Folge der seit mehr als 46 Jahren dauernden Besatzung Palästinas ist…“
FrauenWegeNahost sendet Ihnen auf Anfrage Exemplare der Broschüre: "Palästinensische Kinder und Jugendliche in den Fängen der israelischen Militärjustiz".
Interessentlnnen können die Broschüre zum Preis von 5.- € zuzüglich Versandkosten bestellen bei: Sabine Werner, Fronhof 27, 53 639 Königswinter, frauenwege@outlook.de.
Zu diesem Thema finden Sie – neben anderen sehr interessanten Beiträgen - auch einige Berichte in der gerade erschienen Palästina-Israel-Zeitung: Palaestina_Israel_Zeitung.pdf
Diese Zeitung können Sie auch in Papierformat (nach Möglichkeit mehrere Exemplare zum Verteilen) bestellen gegen eine Spende (siehe S. 4 der Broschüre).

UNICEF: Behandlung palästinensischer Kinder in israelischer Haft zu schlecht (Bericht 7.3.2013)
JERUSALEM (inn) – Das Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen (UNICEF) hat Israel eine schlechte Behandlung palästinensischer Kinder und Jugendlicher in Gefängnissen vorgeworfen. In einem am Mittwoch (6.3.2013) veröffentlichten Bericht fordert die Organisation Israel dazu auf, sich stärker an die UN-Kinderrechtskonvention und andere internationale Standards zu halten.
Weiterlesen hier: Israelnetz.com
S. auch: Defence for Children International Palestine

Die Welt von morgen: der neue Atlas der Globalisierung
Hier eine kurze Übersicht daraus über Israel und die besetzten Gebiete unter der Überschrift "Die Staatenlosen von Palästina" (Achtung, es dauert einige Sekunden): Die_Staatenlosen.pdf

Den starken Worten Taten folgen lassen.Entgegen der eigenen Ankündigung tut die EU zu wenig gegen Israels Besatzungspolitik.
Vor genau einem Jahr veröffentlichten die Außenminister der Europäischen Union eine ihrer bislang stärksten Erklärungen über die Situation in den besetzten Palästinensergebieten. Doch während Israel weiterhin jede Möglichkeit für einen gerechten Frieden verbaut, ist die EU ihren eigenen Ansprüchen seitdem keineswegs gerecht geworden. In aller Deutlichkeit bestätigt das der Bericht „Failing to make the grade“, den medico gemeinsam mit anderen Organisationen, die in den besetzten Gebieten tätig sind, erarbeitet hat.
Weiterlesen hier im Bericht von medico international: Den starken Worten Taten folgen lassen

Handel gegen den Frieden. Bericht von medico international: Naher Osten
Wie Europa zur Erhaltung illegaler israelischer Siedlungen beiträgt.
Die Europäische Union importiert fünfzehn mal mehr aus Israels illegalen Siedlungen in den besetzten palästinensischen Gebieten als von Palästinensern selbst, enthüllt heute ein neuer Bericht einer Koalition von zweiundzwanzig Organisationen aus elf europäischen Ländern einschließlich medico international.
Vollst. Artikel: Handel gegen den Frieden

Bericht von Ekkehart Drost, der als Mitarbeiter von Pax Christi für das Ökumenische Programm der freiwilligen BegleiterInnen (EAPPI) arbeitet: Bericht_Jayyus_April.pdf. S. auch auf der Seite "Individual At Risks" den Bericht: Jayyus

Der Hungerstreik des palästinensischen Häftlings Samer Issawi dauert weiter an. Nachrichten über den Tod mehrerer palästinensischer Häftlinge erreichen die Öffentlichkeit. Angesichts dieser Ereignisse veröffentlichen die Ärzte für Menschenrechte – Israel einen neuen, von medico mitfinanzierten Bericht über die Situation palästinensischer Häftlinge in israelischen Gefängnissen, insbesondere der hungerstreikenden Gefangenen. Der Bericht enthüllt, wie der israelische Gefängnisdienst und die Gefängnisärzteschaft gravierend gegen die Medizinethik und die Menschenrechte der Gefangenen verstoßen. Gesundheit und Leben der hungerstreikenden Häftlinge sind in Gefahr.
Hier der Bericht über Haftbedingungen in israelischen Gefängnissen und hungerstreikende Häftlinge von medico international: Hungerstreikende Häftlinge.

Eine sehr interessante Darstellung der israelischen Siedlungen von B'Tselem hier: www.peacenow.org/map.php
Siehe auch: Btselem - Die wichtigste israelisch-palästinensische Menschenrechtsorganisation mit sehr gutem Kartenmaterial zum Verlauf der Mauer/des Zauns („separation barrier“).
S. auch: B'Tselem - Arrested Devlopment

Sam Lee (27) und Juliane Möller (57) sind zwei deutsche Friedenshelfer, die für drei Monate im Westjordanland in Israel leben. Im Rahmen eines ökumenischen Hilfsprogramms begleiten sie den Alltag der Menschen, die dort unter der Besatzung leben. Sam und Juliane erleben eine bewegende Zeit in ständigen Konflikten zwischen der palästinensischen Bevölkerung, jüdischen Siedlern und israelischen Soldaten. Veröffentlicht am 15.02.2013: Youtube - Zwei Deutsche unter Palaestinensern:

Landraub und ethnische Säuberung durch den JNF im Schatten deutscher Bäume - Gebt dem Rassismus des Jüdischen Nationalfonds keine Chance
Offener Brief an die UnterstützerInnen des „Waldes der deutschen Länder“ im Negev
: Offener_Brief.pdf
Hintergrundinformationen zum Jüdischen Nationalfonds (JNF-KKL): Palästinakomitee Stuttgart
Siehe auch: SPD-Wald auf geraubtem Land
Siehe auch: Eine Kampagne, die darauf abzielt, die Rolle des Jewish National Fund (Keren Kayemet LeIsrael) (JNF-KKL) zu beenden bei der andauernden Vertreibung der einheimischen palästinensischen Bevölkerung von ihrem Land, dem Diebstahl ihres Eigentums, der Finanzierung früherer und heutiger Siedlungen und der Zerstörung der Umwelt: Stop the INF Campaign
Siehe auch: AI: Stop creating forests that are destroying Bedouin lives
Human Rights Watch: Israel: Halt Demolitions of Bedouin Homes in Negev
Jüdische Stimme für einen gerechten Frieden in Nahost: Brief an Frau Merkel

Präsident des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz gibt Zurückhaltung auf
Herausforderungen für das Humanitäre Völkerrecht: Israels Besatzungspolitik - von Peter Maurer, Präsident des Internationalen Komitees des Roten Kreuzes.
Aus dem Englischen übersetzt von Inga Gelsdorf: IRK_Israels_Besatzungspolitik.pdf. Hier zum englischen Original: Challenges to international humanitarian law: Israel’s occupation policy

Wie Europa zur Erhaltung illegaler israelischer Siedlungen beiträgt
Die Europäische Union importiert fünfzehn mal mehr aus Israels illegalen Siedlungen in den besetzten palästinensischen Gebieten als von Palästinensern selbst, enthüllt heute ein neuer Bericht einer Koalition von zweiundzwanzig Organisationen aus elf europäischen Ländern einschließlich medico international.
Siehe unter medico international 30.10.12: Handel gegen den Frieden

Eine sehr interessante neue Veröffentlichung und interaktive Website der israelischen Menschenrechtsorganisation Btselem zum Thema Mauer/Zaun:
B'Tselem - Arrested Devlopment

Breaking the Silence - Das Schweigen brechen – Soldaten sprechen über Gaza. Bericht mit 54 Zeugenaussagen veröffentlicht
Die Mehrheit der Israelis möchte nicht genau wissen, wie sich das Leben in den besetzten Gebieten anfühlt, wie sich die zweijährige Blockade von Gaza oder die militärischen Angriffe auf die in Gaza eingesperrte Zivilbevölkerung auswirken. Sie möchten auch nicht genau hinschauen, was die israelische Armee dort genau gemacht hat. Letzteres geht „Breaking the Silence“ an. Ihr Name ist Programm: „Breaking the Silence“ ist eine Organisation israelischer Reservisten, die als Soldaten die Realitäten der Besatzung erlebt haben und das Schweigen darüber in der israelischen Gesellschaft brechen möchten.
Siehe: Breaking the Silence sowie Breaking the Silence:
Siehe auch Film: Breaking the Silence. Israelische Soldaten berichten. Führung durch die Ausstellung:
6500 Besucher besuchten die Ausstellung "Breaking the Silence. Zeugnisse einer Besatzung – Israelische Soldaten berichten" im September 2012. Ein enormer Andrang angesichts einer ungewöhnlich kurzen Ausstellungsdauer von zwei Wochen. Für alle, die es nicht geschafft haben, sich die Ausstellung in Berlin anzuschauen: Im Film können Sie sich durch den Aktivisten Nadav Bigelman durch die Ausstellung führen lassen (OmdU). Die Ausstellung wurde ermöglicht duch die Stiftung die schwelle, medico international, EED, Misereor und dem Freundeskreis Willy-Brandt-Haus.
Breaking the Silence. Israelische Soldaten berichten. Führung durch die Ausstellung'''

Lob für "eines der intelligentesten Entwicklungsprojekte der Welt":
In Zusammenhang mit den Abrissverfügungen für das gemeinsame Projekt der israelischen Organisation Comet-ME und von medico schreibt Die Zeit in ihrer letzten Ausgabe vom 21. Juni: "Sie gilt als eine der intelligentesten Entwicklungsprojekte der Welt: eine kleine, mobile Solaranlage im israelisch verwalteten Teil des Westjordanlands, finanziert durch Spenden und vom deutschen Auswärtigen Amt. Außenminister Westerwelle hat sich persönlich für das Projekt starkgemacht. Nun haben die israelischen Behörden den palästinensischen Bewohnern der Orschaft, die von der Anlage mitversorgt wird, eine Abrissverfügung übermittelt. Die Siedlung sei illegal. Den 1.500 palästinensischen Bewohnern, deren Vorfahren seit dem 19. Jahrhundert in der Gegend leben, brachte die Solaranlage elektrisches Licht, Heizung und Strom. Die Bundesregierung förderte das Projekt, um auch für Menschen in den besetzten Gebieten Mindesrstandards der Selbsversorgung zu ermöglichen. Das Auswärtige Amt hat 600.000 Euro in die Anlage investiert. Man werde sich, so ein Sprecher, gemeinsam mit den EU-Partnern weiter mit Nachdruck für den Erhalt deutscher und internationaler Projekte in den israelisch verwalteten Palästinensergebieten einsetzen."
Weiterlesen hier: Die Zeit und FR zu den Abrissverfügungen für medico-Projekt

pax christi-Nahostkommission fordert das Auswärtige Amt auf, die palästinensische Menschenrechtsorganisation „Stop the Wall“ zu schützen
pax christi protestiert gegen den Einbruch am Dienstag, 8. Mai der israelischen Armee in das Büro der Organisation in Ramallah und die Beschlagnahmung von Laptops, Speichermedien und Dokumenten mit Daten und Fotos über die Arbeit der Organisation.
Vollst- Artikel hier: pax christi

IPPNW-Presseinformation vom 8.5.2012
Weißer Phosphor im Verdacht, Geburtsschäden zu verursachen
Neue Studie zu Geburtsschäden in Gaza
08.05.2012
Laut einer neuen wissenschaftlichen Studie gibt es einen "starken Zusammenhang zwischen angeborenen Fehlbildungen bei Neugeborenen und der Exposition der Eltern bei Angriffen mit weißem Phosphor". Das ist das Ergebnis der Studie "Angeborene Fehlbildungen in Gaza: Häufigkeit, Typen, familiärer Zusammenhang und die Korrelation mit Umweltfaktoren", die am 4. Mai 2012 im International Journal of Environmental Research and Public Health veröffentlicht wurde. Ein Team von palästinensischen und italienischen Wissenschaftlern hatte die Studie am Al Shifa Krankenhaus durchgeführt, in dem 28% aller Babies des Gazastreifens geboren werden.
Weiterlesen hier: IPPNW-Deutschland.

Israel will von Deutschland finanzierte humanitäre Projekte im Westjordanland abreißen
"Verdrängung durch gezielte Rückentwicklung"
Israelische Behörden wollen im Westjordanland humanitäre Projekte, die mit deutschen Mitteln finanziert werden, im Wert von mehr als 200.000 Euro abreißen lassen. Betroffen sind Windkraft- und Solaranlagen, welche die Frankfurter Hilfs- und Menschenrechtsorganisation medico international in Zusammenarbeit mit der israelischen Organisation Comet-ME in palästinensischen Dörfern der Südhebronhügel errichtete. Finanziert werden die Projekte aus Spendengeldern und mit finanzieller Unterstützung des Deutschen Auswärtigen Amts.
Rund 1.500 Palästinenser sind von der dezentralen, regenerativen Energieversorgung abhängig, da die israelische Administration ihnen den Anschluss an die bestehenden Wasser- und Stromleitungen in den sog. C-Gebieten, entgegen dem Humanitären Völkerrecht, verweigert. "Die israelischen Behörden fördern dort zwar die jüdischen Siedlungen mit großzügigen Subventionen, genehmigen Palästinensern aber nicht den Bau von Kindergärten oder Gesundheitseinrichtungen", kritisiert medico-Nahostreferent Tsafrir Cohen. Weiterlesen bei medico international: Israel will von Deutschland finanzierte humanitäre Projekte im Westjordanland abreißen

Messerangriff auf Menschenrechtler in Gaza. medico-Partner kritisiert Menschenrechtsverletzungen durch palästinensische Autoritäten.
Vergangenen Freitag, den 13. Januar wurde unser Kollege Mahmoud Abu Rahma von der Menschenrechtsorganisation Al Mezan von drei vermummten Angreifern im Flur seiner Wohnung überfallen. Er konnte den Angriff abwehren und kam mit mehreren Stichverletzungen davon. In den Tagen vor dem Angriff erhielt Abu Rahma mehrere Drohschreiben und –Anrufe. Wie die Angreifer bezogen sich diese auf einen von ihm verfassten Artikel mit dem Titel „Die Kluft zwischen Widerstand und Regierungshandeln“ und warfen ihm vor, die palästinensische Sache zu verraten.
Vollständiger Artikel s.: medico international

Palästinensischer Antrag bei UNESCO
Im Heiligen Land ist die UNESCO mehr als bloß ein Kulturverein. Heute (am 31. Oktober 2011) wird die UNESCO über den palästinensischen Antrag zur Aufnahme in die Organisation für Erziehung, Wissenschaft und Kultur der Vereinten Nationen (United Nations Educational, Scientific and Cultural Organisation) abstimmen.
Vollst. Artrikel s. Palaestinensischer_Antrag_bei_UNESCO.pdf. Hier das englische Original von CIDSE: Palestine bid to join UNESCO

Palästinensischer UN-Antrag ist neue Chance für den Nahost-Friedensprozess
Die sozialmedizinische Hilfs- und Menschenrechtsorganisation medico international und ihre Partner Ärzte für Menschenrechte - Israel und die israelische Reservistenorganisation Breaking the Silence bewerten den palästinensischen Antrag auf Aufnahme in die Vereinten Nationen als neue Chance für den stockenden Nahost-Friedensprozess
Die Bundesregierung, so Tsafrir Cohen, medico-Referent für Israel und Palästina, solle dieses Zeichen für eine politische Lösung positiv aufgreifen: "Wir erleben in unseren Projekten vor Ort eine besorgniserregende Eskalation der Gewalt, die maßgeblich von israelischen Sicherheitskräften ausgeht", sagt Cohen. Der Geduldsfaden der palästinensischen Bevölkerung drohe zu reißen, da keine sichtbaren Verbesserungen für sie zu sehen seien. Die Bemühungen vor der UNO ein Zeichen für eine friedliche Beilegung des Konflikts zu setzen und Schritte in Richtung einer Zwei-Staaten-Lösung zu entwickeln, seien ein dringend nötiger Weg der politischen Deeskalation. "Statt die Palästinenser weiter unter Druck zu setzen, muss die westliche Staatengemeinschaft unbedingt einschneidende Maßnahmen ergreifen, um die israelische Regierung zu sichtbaren Zeichen eines guten Willens für eine friedliche Lösung des Konflikts zu bewegen", erklärte Tsafrir Cohen.
Zwei Beispiele für die israelische Politik der Nadelstiche aus der medico-Projektpraxis: In den südlichen Hebronhügeln im Westjordanland wurde letzte Woche eine von medico international geförderte und von israelischen Aktivisten errichtete Solaranlage für marginalisierte palästinensische Kleinbauern vom Militär zerstört. Auch in der medico-Projektregion im Jordantal konfisziert Israel regelmäßig Land palästinensischer Bauern, um die zahlreichen jüdischen Siedlungen zu begünstigen. Die Bauern verlieren damit ihre Lebensgrundlage. Vor einem Monat wurde in diesem Zusammenhang ein Tierstall zwangsweise abgerissen, den der palästinensische medico-Partner Union of Agricultural Work Committees gebaut hatte. Damit soll verhindert werden, dass die Palästinenser eigene ökonomische Perspektiven in Regionen entwickeln, die langfristig für den Ausbau der jüdischen Siedlungen vorgesehen sind. s.: medico international

Unterschriftenaktion: Der Israel-Palästina Konflikt muss friedlich gelöst werden
Für die Ausrufung eines Staates Palästina im Sicherheitsrat und seine Aufnahme in die UN

"Als Unterzeichner setzte ich mich für die Existenz eines israelischen und eines palästinensischen Staates in sicheren Grenzen auf der Grundlage vom 4. Juni 1967 ein. Ich fordere die Bundesregierung auf, die Ausrufung eines Staates Palästina im Sicherheitsrat und seine Aufnahme in die UN in der Generalversammlung zu befürworten."

Download Unterschriftenliste: Unterschriftenaktion

Jazzpremiere in Gaza. Quantara 19.7.2011

Daniel Barenboim gibt mit europäischen Musikern ein Konzert in Gaza.. Quantara 11.5.2011

Wir trauern um Vittorio Arrigoni
Palästinensische Islamisten haben im Gaza-Streifen den propalästinensischen Friedensaktivisten Vittorio Arrigoni (36) umgebracht. Kidnapper einer Islamischen Armee hatten den Italiener am Donnerstag entführt und ein Video veröffentlicht, in dem Arrigoni mit verbundenen Augen zu sehen ist. Sie drohten mit seiner Ermordung binnen 30 Stunden, wenn die in Gaza regierende Hamas nicht Sympathisanten freilasse. Die Polizei fand den Folterspuren aufweisenden Körper Arrigonis vor Ablauf des Ultimatums erhängt in einer Wohnung in Gaza.
Alle Artikel und Nachrufe über diesen grausamen Tod kann man hier einsehen: Eine Seite für Vittorio Arrigoni
Hier ein Brief seiner Mutter, übersetzt von Sabine Stöhr:
Vittorio war nie so lebendig wie jetzt

Von: Egidia Beretta Arrigoni / Vittorio Arrigonis Mutter – Il Manifesto 27.04.2011
Muss man sterben, um ein Held zu werden, um auf die Titelseite der Zeitung zu kommen, dass die Zuschauer den Fernseher sogar mit nach draussen nehmen, oder muss man sterben, um menschlich zu bleiben? Ich erinnere mich an den Vittorio an Weihnachten 2005, als er im Ben Gurion Flughafengefängnis eingesperrt wurde, an die Narben der Handschellen, die ihm den Puls abgeschnürt haben, die Kontakte zum Konsulat, die verwehrt wurden und die Verhandlung, die eine Farce war. Und ich denke auch an das Ostern im selben Jahr, als Vittorio an der jordanischen Grenze, direkt hinter der Allenby-Brücke von der israelischen Polizei gestoppt wurde, um ihn an der Einreise nach Israel zu hindern. In einem Bus wurde er von sieben Polizisten, darunter eine Frau, „kunstfertig“ zusammengeschlagen, also ohne sichtbare äussere Anzeichen. Wahre Experten die sie sind, haben sie ihn mit dem Gesicht nach unten auf den Boden geworfen, und ihm, als letzte Gemeinheit, noch die Haare mit ihren schweren Stiefeln ausgerissen.
Vittorio war persona-non-grata in Israel. Zu subversiv hatte er ein Jahr zuvor mit seinem Freund Gabriele und den Frauen und Männern aus dem Dorf Budrus an der Klagemauer demonstriert, und hat ihnen unser schönstes Partisamenlied „Bella ciao, ciao…“ beigebracht und es mit ihnen dort gesungen.
Damals habe ich nicht ferngesehen, nicht einmal im Herbst 2008, als ein israelisches Kommando das Fischerboot in palästinensischen Gewässern in der Nähe von Rafah überfallen hat und Vittorio in Ramle ins Gefängnis gesperrt und anschliessend in Gefängniskleidung und Pantoffeln nach Hause geschickt wurde.
Nun kann ich nicht umhin, mich bei der Presse und dem Fernsehen bedanken, dass wir mit Umsicht angesprochen wurden, dass unser Haus respektvoll und ohne Ausschreitungen „belagert“ wurde und ich die Gelegenheit hatte, über Vittorio und seine Ideale zu sprechen.
Dieser verlorene Sohn, der vielleicht nie so lebendig war wie jetzt, sowie auch der Samen in der Erde gedeiht und wieder stirbt, wird viele Früchte tragen. Das sehe und höre ich in den Worten der Freunde, vor allem den jungen Menschen, manche ganz nah, andere aber auch ganz fern, die durch Vittorio erfahren und verstanden haben, wie man dem „Utopia“ Leben einhauchen kann, indem man diesen Hunger nach Gerechtigkeit, Frieden, Brüderlichkeit und Solidarität lebt. Und, wie Vittorio sagte, „Palästina kann auch direkt vor unserer Hautür sein“.
Wir waren weit weg von Vittorio, aber doch so nah wie nie zuvor.
Jetzt, mit seiner lebendigen Präsenz, die von Stunde zu Stunde wächst, ist er wie ein Wind aus Gaza und seinem geliebten Mittelmeer, der uns seine Hoffnungen und Liebe zu den Menschen ohne Stimme, zu den Schwachen und den Unterdrückten herüberweht und uns Zeugnis ablegt.
Restiamo umani
("Restiamo umani" - "Mensch bleiben". Man könnte auch sagen: Menschlich bleiben". Das ist der Titel des Buches von Vittorio Arrigoni, das er über die israelische Offensive "Gegossenes Blei" gegen den Gazastreifen vom 27.12.2008 bis 18.2009 herausbrachte. Das Buch ist ein erschütterndes Dokument über diesen grausamen Krieg, dem 1.400 Bewohner des Gazastreifens, darunter viele Zivilisten und Kinder, zum Opfer fielen. Hier eine Information des Verlags: Arrigoni, GAZA - Mensch bleiben - Restiamo umani
Neue Nachricht 17.9.2012: Gaza court convicts 4 men in murder of Vittori Arrigoni


Kein Ort mehr für Grenzgänger. Das Freedom Theatre Jenin nach dem Mord an seinem Direktor. Bericht von medico international. medico Rundschreiben 02/2011:
Kein Ort mehr für Grenzgänger

Auf der Mauer. In Erinnerung an Juliano Mer Khamis
Bericht von medico international. Auszug aus dem Bericht:
Am Montag-Nachmittag, den 4. April 2011, ist unser Freund, Kollege und Projektpartner Juliano Mer Khamis auf offener Straße im palästinensischen Flüchtlingslager Jenin erschossen worden. Der Schauspieler und Filmemacher Juliano Mer Khamis war Direktor des Freedom Theatre in Jenin – einem Ort der künstlerischen und politischen Freiheit, der der israelischen Besatzung ebenso widersteht wie den patriarchalen und religiös verbrämten lokalen Machtsstrukturen. Juliano war ein unerschrockener Vorkämpfer für einen gerechten Frieden zwischen Israel und Palästina. Er kritisierte die israelische Kriegs- und Besatzungspolitik aufs Schärfste. Genauso schloss seine Solidarität mit den entrechteten Palästinensern die Kritik am politischen Irrwitz und an der Rückwärtsgewandtheit einer vermeintlichen palästinensischen Selbstbehauptung ein. Juliano war schonungslos mit sich und mit den politischen Kräften, die die strikte Trennung und die Unversöhnlichkeit zwischen beiden Lagern auf ewig zu zementieren suchen. Sohn zweier israelischer Kommunisten - einer jüdischen Mutter und einem palästinensischen Vater - verweigerte er sich mit all seiner Kraft und persönlichen Präsenz ethnischen, politischen, religiösen Zuschreibungen, die den Einzelnen nicht mehr die Wahl einer freien Entscheidung und einer eigenen politischen Haltung lassen, die Unrecht als Unrecht erkennt.
s.: Auf der Mauer
Wir haben einen Freund verloren
Institut für Palästinakunde:
Juliano Mer-Khamis, der Leiter des 'Freedom Theatre' im Flüchtlingslager Jenin, wurde heute Opfer eines feigen Attentats. Juliano, Sohn eines Palästinensers und einer Jüdin, trat 2005 das Erbe seiner Mutter an und baute das 'Freedom Theater' auf den Trümmern des von Arna Mer-Khamis gegründeten 'Theater der Steine' wieder auf.
Juliano war ein unbeugsamer Gegner der israelischen Besatzung. Gegen sie kämpfte er mit den Mitteln des Theaters, Seite an Seite mit seinen palästinensischen Freundinnen und Freunden. Für sie gab er seine ganze Kraft und am Ende auch sein Leben.
Das Ziel der Attentäter bestand nicht allein darin, Juliano zu töten. Sterben soll auch die Idee des 'Freedom Theaters', das Streben nach Frieden und Freiheit: Der Wunsch nach der Befreiung, nicht nur von der Besatzung, sondern auch von den Zwängen der eigenen Gesellschaft.
Viele von Euch/Ihnen haben Juliano und sein Ensemble 2009 in Bonn begrüßen und seine phantastische Arbeit bewundern können. Auch dieses Jahr haben wir das Ensemble nach Bonn eingeladen, in der Hoffnung Euch/Sie mit einer neuen Aufführung begeistern zu können.
Wir hoffen, die jungen Schauspielerinnen und Schauspieler werden trotz des schrecklichen Verlustes stark genug sein, Julianos Werk auf ihrer Deutschlandtournee fortzuführen.
Wir trauern in tiefer Verbundenheit mit Julianos Freunden und Freundinnen, mit den Schauspielerinnen und Schauspielern - und ganz besonders mit seiner Ehefrau und seinen Kindern. s. Wir haben einen Freund verloren
s. auch: Das Theater am Rande der Welt
http://www.youtube.com/watch?v=pQGqmLyunm0&feature=player_embedded
"Mit den Waffen der Kunst"
Gideon Levy remembers Juliano Mer-Khamis
100 Prozent Juliano


Zur Gaza-Kehrtwende des UNO-Beauftragten und Richters Richard Goldstone. Von Evelyn Hecht-Galinski: Es ist nicht alles Gold was glänzt
s. auch: Goldstone: An act of negligence
Mystery of Goldstone's April Fool's Message

10.1.2011: Neuer Bericht von medico international: "Humanitäres Minimum. Die Verantwortung Israels für die Unsicherheit in der Nahrungsmittel- und Wasserversorgung im Gazastreifen"
Ärzte für Menschenrechte - Israel veröffentlichen ihren aktuellen Bericht zur Ernährungsunsicherheit und zur Gesundheitssituation der Bevölkerung in Gaza.
Mit der Politik des „Humanitären Minimums“, welche Israel seit 2007 durch die Blockade des Gazastreifens verfolgt, werden kontinuierlich elementarste Grundbedürfnisse verletzt.
* 61% der Bevölkerung Gazas leidet unter Ernährungsunsicherheit
*90-95% der Wasserquellen sind verschmutzt
*71% der Haushalte sind von internationaler Hilfe abhängig.
Keine Mobilität, wirtschaftliche Rückentwicklung, prekäre Versorgung – die physische und psychische Gesundheit der Bevölkerung von Gaza verschlechtert sich zusehends.
Hier der Link von medico international mit vollständigem Artikel und Video: Humanitäres Minimum

December 2010, Information sheet - Caution: Children Ahead - The Illegal Behavior of the Police toward Minors in Silwan Suspected of Stone Throwing
An investigation conducted by B'Tselem shows that, during the past year (November 2009 to October 2010), at least 81 minors from Silwan have been arrested or detained for questioning, the vast majority on suspicion of stone throwing. The arrests and detentions followed confrontations between Palestinians and settlers in the neighborhood, where there is great tension resulting from the taking of control of houses and archeological sites by settlers.
Hier der Link von B'Tselem mit vollständigem Artikel und Video: Children Ahead. Hier ein Artikel dazu in deutscher Sprache: Der Richter der Kinder

bdt0294 3 pl 281 dpa 4223 Konflikte/Nahost/(Zusammenfassung 1415 - neu: Ausweisung)
Israel weist Friedensnobelpreisträgerin aus
Tel Aviv (dpa) - Israel hat die irische Friedensnobelpreisträgerin Mairead Maguire am Dienstag nach einwöchiger Internierung ausgewiesen. Zuvor hatte der oberste Gerichtshof einen Einspruch der 66-Jährigen gegen ihre Abschiebung abgewiesen. «Das oberste Gericht hat entschieden, dass sie ausgewiesen werden muss, und wir haben das umgesetzt», sagte die Sprecherin des Innenministeriums, Sabin Hadad, in Tel Aviv.
Maguire war vor einer Woche nach Israel gereist, um sich mit israelischen und palästinensischen Friedensaktivisten zu treffen. Auf dem Flughafen Ben Gurion verweigerten ihr die Behörden jedoch die Einreise und nahmen sie fest. Weil Maguire eine freiwillige Rückkehr in ihre Heimat ablehnte, wurde sie am Flughafen interniert. Ein Bezirksgericht ordnete dann ihre Abschiebung binnen 48 Stunden an. Gegen dieses Urteil war Maguire vor das oberste Gericht gezogen.
Die Friedensnobelpreisträgerin von 1976 wollte im Juni an Bord des internationalen Hilfsschiffes «Rachel Corrie» die israelische Seeblockade vor dem Gazastreifen brechen. Ein israelisches Kommando brachte das Schiff jedoch auf. Israel wies Maguire anschließend aus, und das Innenministerium verhängte ein Einreiseverbot für zehn Jahre. Die Friedensaktivistin gab jetzt bei ihrer Einreise an, dass sie sich nicht bewusst gewesen sei, ein solches Papier unterzeichnet zu haben.
Die jüdisch-arbische Menschenrechtsorganisation Adalah wies darauf hin, dass Israel in der Vergangenheit mehreren kritischen Intellektuellen die Einreise verweigert habe. Dazu gehörten der 81 Jahre alte Wissenschaftler und Aktivist Noam Chomsky sowie der UN- Sonderberichterstatter für die Menschenrechte in den besetzten Palästinensergebieten, Richard Falk.

Jüdisches Boot zur Fahrt nach Gaza bereit
In einem Hafen am Mittelmeer wartet ein kleines Schiff auf seinen Sondereinsatz. Es wird in der zweiten Julihälfte nach Gaza fahren. Um Sabotage zu vermeiden, wird der Name des Hafens und das genaue Abreisedatum erst zum Zeitpunkt der Abreise mitgeteilt werden.
Das teilt die Jüdische Stimme für Gerechten Frieden in Nahost heute in einer Presseerklärung mit."Wir möchten ein Zeichen für ein Ende der Belagerung Gazas setzen, dieser illegalen Kollektivstrafe gegen eine ganze Bevölkerung. Unser Schiff ist klein, unsere Spenden können daher nur symbolisch sein: Wir haben Schulranzen dabei, gefüllt mit Spenden deutscher Schulkinder, mit Musikinstrumenten und Material für den Kunstunterricht", sagt Kate Leiterer, eine der Organisatorinnen. "Für die medizinische Versorgung bringen wir notwendige Medikamente und kleine Ausrüstungsgegenstände, und für Fischer bringen wir Netze und Seile. Dies wird abgestimmt mit den zuständigen Stellen in Gaza aus dem medizinischen, psychiatrischen und Schulsektor.“
Weiterlesen hier: Jüdisches Boot zur Fahrt nach Gaza bereit
s. auch: Jüdische Stimme für gerechten Frieden

Angriff auf Völkerrecht - Hintergrund. Free Gaza – oder was die freie Welt unter Freiheit versteht
Ein Interview mit Norman Paech hier: Angriff auf Völkerrecht

Eine Fülle von Artikeln zu diesem Vorgang findet man hier: Gaza - AG Friedensforschung an der Uni Kassel

Unabhängige Untersuchung der Vorgänge auf der Mavi Marmara gefordert
Nur durch eine unabhängige, internationale Untersuchung lassen sich die Todesfälle und Vorgänge auf der "Mavi Marmara" aufklären. Mit Nachdruck fordert das deutsche Freegaza-Bündnis, eine unabhängige, internationale Untersuchung des militärischen Überfalls der israelischen Armee auf das türkische Passagierschiff "Mavi Marmara". Nur so kann geklärt werden, weshalb diese Menschen sterben mussten und welche Handlungen es von Seiten der Friedensaktivisten auf dem Schiff gab.
Weiterlesen hier: Unabhängige Untersuchung der Vorgänge auf der Mavi Marmara gefordert

bdt0200 4 pl 228 dpa 0264
Konflikte/Nahost
40 Palästinenserhäuser in Jerusalem vor Abriss

Jerusalem (dpa) - Die Stadtverwaltung von Jerusalem plant trotz aller Warnungen den Abriss von 40 Häusern von Palästinensern im arabischen Ostteil der Stadt. An gleicher Stelle soll ein Bibelpark als Touristenattraktion entstehen. Dort soll der Überlieferung nach König Salomo vor rund 3000 Jahren sein Hohelied komponiert haben. Jerusalems Bürgermeister Nir Barkat wollte das Projekt «Garten des Königs» am Dienstagnachmittag in Jerusalem vorstellen.
Die palästinensischen Anwohner laufen seit Monaten gegen die Pläne Sturm und haben Widerstand angekündigt. Angesichts der ohnehin aufgeheizten Atmosphäre in den Palästinensergebieten und Ostjerusalem warnen Kommentatoren vor neuen Krawallen und Ausschreitungen. In dem betreffenden Gebiet, das von den Palästinensern Al-Bustan (der Garten) genannt wird, leben rund 1500 Menschen in 88 Häusern. Die Pläne der Stadtverwaltung sehen nach Medienberichten vor, dass die vom Abriss betroffenen Familien umgesiedelt werden. Nach israelischen Angaben sind die Häuser illegal gebaut worden. Die Anwohner wiederum verweisen darauf, dass die Stadtverwaltung von Jerusalem für sie generell keine Baugenehmigungen ausstellt und dass sie seit Jahren Steuern und Abgaben für ihre Häuser gezahlt haben.
Der künftige Status von Jerusalem soll erst in Friedensverhandlungen zwischen Israel und den Palästinensern geklärt werden. Die Palästinenser werfen der Stadtverwaltung vor, mit neuen Projekten wie dem Gartenpark den Status quo im besetzten arabischen Ostteil Jerusalems zu Gunsten Israels ändern zu wollen. Israel hatte Jerusalem 1980 zur ungeteilten und ewigen Hauptstadt erklärt. Der UN- Sicherheitsrat erklärte diese Entscheidung später für «null und nichtig».


bdt0333 4 pl 225 dpa 0292
Nahost/Hilfsorganisationen/
Rotes Kreuz: Palästinenser vor Siedlern schützen

Genf (dpa) - Israel soll nach einem Aufruf des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz (IKRK) Palästinenser besser vor israelischen Siedlern schützen. Das erklärte die Organisation in einer am Mittwoch in Genf herausgegebenen Mitteilung.
Dadurch sollten das Land und die Ernten der Palästinenser gesichert und es ihren Familien endlich ermöglicht werden, «ihre Häuser zu reparieren und sicher zu stellen, dass alle Palästinenser Zugang zu Krankenhäusern und Schulen ohne Verzögerungen haben».
Jahrzehntelang hätten Einschränkungen in Zusammenhang mit rechtswidrigen Siedlungen zu Land- und Einkommensverlusten palästinensischer Bauern geführt, wird Béatrice Megevand-Roggo, Leiterin der operationellen Einsätze des IKRK für den Nahen Osten und Nordafrika, zitiert.
Trotz jüngster Verbesserungen der Wirtschaftslage leben demnach schätzungsweise 50 Prozent der Bevölkerung im Westjordanland in Armut. Checkpoints, Straßensperren und Erdwälle ebenso wie der Verlauf der Sperranlage im Westjordanland seien für viele Palästinenser tagtägliche Hindernisse, kritisiert das IKRK.
Zudem seien Belästigungen oder gewaltsame Übergriffe israelischer Siedler gang und gäbe und hielten viele Bauern davon ab, ihr Land zu bestellen oder es auch nur zu betreten. In den letzten drei Jahren seien annähernd 109 000 Olivenbäume gefällt oder verbrannt worden.
«Israel muss das richtige Gleichgewicht zwischen seinen legitimen Sicherheitsbedürfnissen und der Wahrung der Grundrechte der palästinensischen Bevölkerung finden», forderte Megevand-Roggo. «Laut humanitärem Völkerrecht hat Israel als Besetzungsmacht die Pflicht, die Zivilbevölkerung jederzeit menschlich zu behandeln.»

07.04.2010
Für die Ungleichheit zahlen wir mit unserer Gesundheit
Die Ärzte für Menschenrechte – Israel zum Weltgesundheitstag
In der Überwindung der Ungleichheit in Israel und den besetzten Palästinensergebieten liegt der Schlüssel für die Zukunft von Gesundheit im Lande, so die Ärzte für Menschenrechte – Israel. Am Weltgesundheitstag haben sie sich mit dem Künstlerkollektiv Active Stills zusammengetan, um mit drei Beispielen in Postkartenformat auf den zunehmend ungleichen Zugang zu Gesundheit in der Region aufmerksam zu machen: Ungleicher Zugang zu Gesundheitsdiensten
In Oktober 2009 schloss das israelische Gesundheitsministerium drei Mutter-Kind-Gesundheitszentren in den Beduinendörfern Abu Talul, Kasr el Sar und Wadi Naam in der Negev-Wüste im Süden Israels. Diese versorgten 18.000 Beduinen, allesamt israelische Staatsbürger, die jetzt noch weniger Zugang zu Gesundheit haben als sie es ohnehin hatten.
Keine Gesundheit ohne Wasser
Israel übt komplette Kontrolle über die Wassersysteme, die sowohl der israelischen als auch der palästinensischen Bevölkerung dienen. Das Gros erhalten Israelis, während sich die Palästinenser mit einem Bruchteil hiervon begnügen müssen. Diese Diskriminierung führt zu einem chronischen Wassermangel in vielen palästinensischen Dörfern. Die Palästinenser haben folglich weniger Wasser als die von der Weltgesundheitsorganisation festgelegte Mindestmenge von 100 Liter pro Tag pro Person. Währenddessen konsumieren in direkter Nachbarschaft die israelischen Siedler 350 Liter am Tag.
Keine Rechte für Flüchtlinge
Obwohl Flüchtlinge das Recht haben sich vorübergehend in Israel aufzuhalten, unternimmt der Staat alles, um ihr Leben zu erschweren. Ihnen werden soziale Rechte, etwa das Recht auf Arbeit vorenthalten. Sie haben kein Recht auf eine Krankenversicherung und damit auf einen Zugang zu Gesundheitsdiensten. Ihre Kinder haben kein Recht auf Bildung. „So lange Israels Immigrationspolitik nur auf dem Rückkehrrecht für Juden basiert, werden nicht-jüdische Migranten, darunter etwa dem Völkermord im Sudan entkommene Flüchtlinge ungerecht behandelt“, sagt Hadas Ziv, Direktorin der Ärzte für Menschenrechte.

Veröffentlicht von Tsafrir Cohen am 07.04.2010
Artikel hier mit Fotos einsehbar: [[http://www.medico.de/themen/vernetztes-handeln/blogs/paradoxe-hoffnung/2010/04/07/104/

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