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06.09.2018

Die palästinensischen Kinder, die in den Ferien früh zum Schulunterricht zurückkehrten, um den Abriss der Schule zu stoppen

(Von Laith Abu Zeyad, Amnesty Internationals Kampagnebeauftragter für Israel und die besetzten palästinensischen Gebiete)
Der Gedanke an den jährlichen Sommerurlaub lässt auch Raum für einen Blick auf die Kinder der Schule von Khan al-Ahmar im besetzten Westjordanland. Sie haben ihre Sommerferien in diesem Jahr verkürzt und sind stattdessen früher zum Unterricht zurückgekehrt, um dadurch zu verhindern, dass die israelische Armee ihre Schule abreißt.

Als ich im Juni 2018 in das Dorf Khan al-Ahmar kam, das vor über 60 Jahren durch den Beduinenstamm der Jahalin errichtet wurde, erzählten mir diese Kinder bei meinem Besuch von ihrer schlimmsten Angst: dass Israels Truppen ins Dorf kommen würden, um ihre Wohnhäuser und ihre Schule zu zerstören. Einen Monat später begannen sich diese Befürchtungen zu bewahrheiten.

Khan al-Ahmar ist eine von 46 palästinensischen Gemeinden in der Westbank, die Israel für rechtswidrige Siedlungen, die allein Juden vorbehalten sind, zwangsweise räumen lassen will. Am 24. Mai 2018 entschied der Oberste Israelische Gerichtshof für den Abriss des Dorfes. Am 4. Juli 2018 ging die israelische Armee im Vorfeld der Zwangsräumung des ganzen Dorfes gewaltsam gegen seine Bewohner und einige der Solidaritäts­aktivisten vor.

Vollständiger Artikel: Pressemittlg. 06.09.2018.pdf. Übersetzung Sabine Isbanner, Kogruppe.
Verbindlich ist das englische Original: The Palestinian children who went back to school early to stop it being demolished