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27.04.2018

Waffenembargo nötig - Protestler im Gazastreifen rechtswidrig von Militär getötet und verstümmelt

Wie Amnesty International heute anhand aktueller Recherchen enthüllte, führt der Staat Israel, während die Proteste des "Großen Marschs der Rückkehr" im Gazastreifen weitergehen, einen mörderischen Angriff gegen protestierende Palästinenser durch. Dabei töten seine bewaffneten Truppen Demonstranten, die keine direkte Gefahr für sie darstellen, und verletzen andere derart, dass sie zeitlebens behindert sind.

Während der wöchentlichen Freitagsproteste, die am 30. März 2018 begannen, hat das israelische Militär bislang 35 Palästinenser getötet und mehr als 5.500 weitere verletzt. Einigen der Verletzten wurden dabei offenbar absichtlich Wunden beigebracht, die ihr Leben für immer verändern werden.
Nach den unverhältnismäßigen Reaktionen auf die Massenproteste entlang des Zaunes, der den Gazastreifen von Israel trennt, fordert Amnesty International die Regierungen weltweit erneut dazu auf, ein umfassendes Waffenembargo gegen Israel zu verhängen.
„Vier Wochen lang hat die Welt mit Schrecken zugesehen, wie israelische Scharfschützen und andere Soldaten in voller Schutzausrüstung und von israelischem Gebiet hinter dem Zaun aus mit scharfer Munition und Tränengas gegen palästinensische Demonstranten vorgehen. Doch trotz der weitgehenden internationalen Verurteilung dieser Vorgehensweise hat die israelische Armee ihre widerrechtlichen Schießbefehle gegen unbewaffnete Protestler nicht revidiert“, erklärte Magdalena Mughrabi, stellvertretende Leiterin der Abteilung Nahost und Nordafrika bei Amnesty International.

Vollständiger Artikel: Pressemittlg. 27.04.2018.pdf. Übersetzung Sabine Isbanner, Kogruppe.
Verbindlich ist das englische Original: Arms embargo needed as military unlawfully kills and maims Gaza protesters